Das ADR 2023 gilt ab dem 1. Januar 2023!

Änderungen im ADR 2023 (Auszug)

Alle zwei Jahre werden das Europäische Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR) – und mit einem gewissen Zeitverzug auch die nationalen Vorschriften wie die Gefahrgutverordnung Straße und Eisenbahn (GGVSE), die zugehörigen Durchführungsrichtlinien (RSE) und weitere innerstaatliche Regelungen – geändert.
International sind zahlreiche Vorschriften diskutiert und teilweise geändert worden. In vielen Fällen handelt es sich jedoch um Klarstellungen beziehungsweise „kosmetische“ Anpassungen. Die Auswirkungen der anstehenden Änderungen auf die Praxis sind deshalb insgesamt überschaubar.

Folgende Änderungen wurden bereits 2020 vom UN Unterausschusses TDG und der GT entschieden:
(Quelle:Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM))

Allgemeines

  • Beförderung nach 1.1.3.6 auch für UN 3536 (Lithiumbatterien in Beförderungseinheiten): Kategorie 2
  • Aufteilung des Kapitels Begriffsbestimmungen und Maßeinheiten: Abkürzungen werden in einen eigenen Abschnitt 1.2.3 überführt
  • Verweis auf „Inland TDG Risc Management Framework“ in 1.9.4 ADR/ADN und 1.9.3 RID

 

Klassifizierung

  • Präzisierung des Beförderungsverbots von UN 1043 Düngemittellösung mit freiem Ammoniak: Als gelöstes Gas darf es nur im Rahmen von 1.1.4.2 befördert werden (Ergänzung von 2.2.2.2.2 und Zuordnung und Ergänzung von SV 642)
  • Ergänzung der zugeordneten organischen Peroxide in 2.5.3.2.4 und T 23
  • Freistellung von Bleisulfat mit maximal 3 % Säure gemäß SV 591: Unterfällt nicht Klasse 8, kann aber umweltgefährdend sein

 

Gefahrgutliste

  • UN 1345 und UN 2015: Harmonisierung der Bezeichnung mit UNModellvorschriften/IMDG-Code
  • Harmonisierung der Klassifizierung von UN 1872 mit UNModellvorschriften /IMDG-Code: Nebengefahr giftig wird gestrichen→ Anpassung der Beförderungsbedingungen: neue Tankcodierung SGAV und Beförderung in loser Schüttung (VC 1, VC 2 AP 6, AP 7), Streichung CW28/CV 28
  • UN 3509 (leere ungereinigte Altverpackungen: Ausweitung der Möglichkeit zur Beförderung in loser Schüttung: Zuordnung auch von VC 1 (bedeckte Fahrzeuge, Container, Schüttgutcontainer, Wagen mit Decken)

 

Sondervorschriften

  • Neue SV 396 regelt die Beförderung Transformatoren: Gegenstände der UN 3538 mit Gasflaschen mit Stickstoff oder Druckluft – Ventile dürfen offen bleiben – Voraussetzungen:
    • maximaler Druck in Gegenständen 0,35 bar
    • Ausreichende Sicherung der Druckgefäße gegen Bewegung
    • Druckgefäße und ihre Verbindungen sind gegen Beschädigungen geschützt
    • Hinweis auf SV in Beförderungsdokument • Bei Stickstoff: belüftete Güterbeförderungseinheiten und Kennzeichen Erstickungsgefahr auf Güterbeförderungseinheit

 

Verpackung

  • Präzisierung der Zusammenpackung-/ladung von leeren ungereinigten Altverpackungen (UN 3509): Altverpackungen mit Rückständen mit Haupt- /Nebengefahr Klasse 5.1 dürfen nicht zusammen mit leeren ungereinigten Altverpackungen mit Rückständen von anderen Klassen in Außenverpackung /Schüttgutcontainer gepackt werden.
  • Maximale 5-jährige Verwendungsdauer für Kunststoffverpackung: Bezieht sich bei Kombinations-IBC auf das Herstellungsdatum des Innenbehälters (auch bei verkürzter Dauer gemäß B15 für UN 2031)
  • Zulassung abweichender Spezifikationen/Prüfverfahren zur Berücksichtigung des technischen Fortschritts: Text für IBCs wird an Formulierungen für Verpackungen/Großverpackungen angeglichen
  • Verwendung von recyceltem Kunststoff wird auf IBCs ausgeweitet

 

Druckgefäße

  • Ergänzung P 200 im Hinblick auf Beständigkeit von Composite Druckgefäßen mit Stahlliner gegen WasserstoffversprödungKennzeichnung der letzten wiederkehrenden Prüfung darf bei Gasflaschen auf Ring, der durch das Ventil an der Flasche eingraviert ist, eingraviert sein (Nicht nur bei Acytelenflaschen)
  • Überarbeitung der Definitionen für Druckgefäße und ihre Bedienungseinrichtungen und Anpassung in Kapitel 6.2 im Hinblick auf getrennte Konformitätsbewertung von Gefäßen und ihren Verschlüssen (Ventile, Druckentlastungseinrichtungen, Regelanzeiger, Druckmesser)
  • Geänderte Darstellung und Aktualisierung der Normen in 4.1.6 RID/ADR und Aktualisierung der Normen in Kapitel 6.2

 

Kennzeichnung

  • Ausweitung des Anwendungsbereichs der Bemerkung in 5.3.2.1.5 (keine Wiederholung der Warntafel an der Seite des Fahrzeugs bei der Beförderung von Schüttgutcontainern, Tanks und MEGC ≤ 3000 L erforderlich) auch auf offene Fahrzeuge/Wagen

 

Anforderungen an CTUs

  • Bautechnische Eignung von Güterbeförderungseinheiten –
    • gleiche Anforderungen für CTUs für Klasse 1 und sonstige CTUs
    • Aktualisierung der Beschreibung der bautechnischen Eignung – Kriterium 19 mm Ausbeulung wird gestrichen

 

Tanks

  • Ausschließlich Angabe des tatsächlich eingefüllten Gases /Abdeckung der sonstigen Gase nach 4.3.3.3.2 wird im ADR gestrichen
  • Befestigung der angeschweißten Bauteile, so dass ein Aufreißen des Tankkörpers verhindert wurden, bisher nur für Kesselwagen, zukünftig auch für festverbundene Tanks und Tankcontainer
  • Prüffristen für Tanks für tiefgekühlt verflüssigte Gase: Präzisierung des Wortlauts in 6.8.3.4.6: erste Zwischenprüfung nicht 3 Jahre nach der erstmaligen Prüfung sondern 3 Jahre nach der wiederkehrenden Prüfung
  • Sondervorschriften für den Bau von Tanks
  • TC 6: Präzisierung der Werkstoffanforderungen (Aluminiumlegierungen)
  • TE 14 Berücksichtigung des Heizsystems für die Auslegung von Wärmeisolierungen

 

 

Betroffen sind:

Versender, Empfänger, Verlader und Transporteure von Gefahrgut; Gefahrgutbeauftragter

Übergansvorschriften

Zum 1. Januar 2023 tritt das ADR 2023 in Kraft. Übergangsvorschriften gestatten die Anwendung des ADR in der Fassung 2021 noch bis zum 30. Juni 2023.

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